Hochzeitsplanung

Fakten und Denkanstöße zur Hochzeitsplanung 2021 / 2022

Viele Brautpaare sind derzeit bei ihrer Hochzeitsplanung sehr verunsichert, denn Corona hat alles bisher gekannte ins Wanken gebracht. Nichts scheint mehr verlässlich zu sein und es wird sowohl von Brautpaaren als auch von Hochzeitsdienstleistern jede Menge Hoffnung, Flexibilität, Vorstellungsvermögen und Verständnis erwartet.
Aber wisst Ihr was? Auch jetzt könnt Ihr zumindest in groben Zügen schon viele wichtige Dinge angehen. Hier gibt es ein paar wichtige Fakten und Denkanstöße zur Hochzeitsplanung 2021 / 2022, die Euch sicher weiterbringen werden.

Um was geht es?

Plan A, B und C

Jede Hochzeitsplanung beginnt mit dem Erstellen der Gästeliste, denn sie entscheidet über Budget, Location und noch viele andere Teilbereiche der Planung. Wir würden Euch derzeit ans Herz legen, Eure Gästeliste in 3 Kategorien einzuteilen:

  • Plan A: Hochzeit mit Eurer Mindestanzahl an Gästen (ohne wen heiratet Ihr auf gar keinen Fall?)
  • Plan B: Hochzeit mit Kompromissen (wen hätten Ihr gerne noch dabei, der nicht schon zu Plan A gehört? Auf wen könnt Ihr im Zweifelsfall verzichten? Die Gesamtzahl der Gäste sollte 40 nicht überschreiten)
  • Plan C: Hochzeit mit all Euren Wunschgästen (eine Gästeliste mit allen Menschen, die Ihr ohne Einschränkungen einladen wollen würdet)

Bei diesen Einteilungen können Euch vielleicht alternative Planungsideen die Entscheidungen erleichtern. So könntet Ihr z.B. über eine Live-Übertragung Eurer Trauung nachdenken, so dass auch die Zuhausgebliebenen zumindest per Video dabei sein können. Eine weitere Möglichkeit ist es, mit all den Nichteingeladenen Eure Hochzeit bei einer großen Grillparty nachzufeiern.

Auch wenn Ihr Eure Hochzeit erst für 2022 plant, würden wir dieses Vorgehen empfehlen. Denn lieber seid Ihr gut vorbereitet, als dass am Ende die große Enttäuschung, Umorganisation oder gar Verschiebung kommt.

Besichtigung Hochzeitslocation

Einhergehend mit der Gästeliste ist auch die Auswahl der Hochzeitslocation. Derzeit ist es natürlich nicht möglich, sich eine Location persönlich anzusehen. Aber viele Inhaber bieten kontaktlose Besichtigungen an. Schaut mal auf den Webseiten der Locations nach! Auf vielen werdet Ihr Videos finden, die die Hochzeitslocation bestmöglich zeigen. Auch von Video Calls mit den Besitzern haben wir schon gehört, bei denen Brautpaare sozusagen live zu allen Ecken der Location getragen und gleichzeitig Fragen dazu beantwortet werden.

Und selbst wenn es nicht auf der Website oder auf den Social Media Kanälen der Hochzeitslocation ersichtlich ist: Ruft einfach mal an und fragt nach. Und wenn Ihr jemanden an der Strippe habt, dann könnt Ihr ja auch schon mal wichtige Fragen stellen. So kristallisiert sich vielleicht auch schon ohne Besichtigung heraus, welche Location in die engere Wahl kommt und welche nicht.

Sitzordnung

Auch bei der Sitzordnung in Eurer Hochzeitslocation könnt Ihr schon auf die Coronaproblematik eingehen. Achtet darauf, keine Tische mit mehr als 10 Personen zu besetzen. Diese am besten auch nur mit Menschen aus einer Familie. Dies gilt übrigens auch für die Kirche, das Standesamt oder die freie Trauung. Gruppen, die im Alltag sowieso untereinander Kontakt haben, sollten am besten immer zusammensitzen.

Braut und Bräutigam in einem Schloss als Hochzeitslocation

Persönlicher Kontakt zu Dienstleistern

Gerade jetzt ist Kommunikation so wichtig wie nie. Viele Fragen lassen sich beantworten, Verunsicherungen durch konkrete Antworten vermeiden und viele Sorgen nehmen, wenn man den persönlichen Kontakt zueinander sucht. Derzeit gibt es keine Pauschalregelungen, wie einzelne Hochzeitsdienstleister mit der Situation umgehen. Jeder handhabt es für sich anders. Von daher ist ein ganz wichtiger Rat: Nehmt den Hörer in die Hand oder schreibt eine E-Mail und fragt nach. Nur so erhaltet Ihr konkrete Infos, mit denen Ihr planen könnt.

Stornogebühren

Eine ganz große Planungsunsicherheit bereiten Stornogebühren. Es ist gesetzlich geregelt, dass Brautpaare keine Gebühr bei Stornierung zahlen müssen, wenn wegen höherer Gewalt die Hochzeit nicht stattfinden kann. Dies trifft z.B. zu, wenn Locations per gesetzlicher Anordnung geschlossen sein müssen. Also so, wie es momentan aufgrund von Corona der Fall ist.
Sagt das Brautpaar die Hochzeit allerdings aus persönlichen Gründen ab, z. B. weil es nicht unter bestimmten Auflagen heiraten möchte, dann muss das Brautpaar die Stornogebühren übernehmen. Das trifft derzeit insbesondere auf Paare zu, die Hochzeiten aus Vorsicht verschieben.

Welche Geschäfte sind geöffnet?

Goldschmiede vs. Juweliere

Derzeit haben nicht alle Hochzeitsdienstleister geschlossen. Berufe, die zum Handwerk gehören, dürfen auch weiterhin ausgeführt werden. So haben Goldschmiede die Erlaubnis, ihre Geschäfte weiterhin zu öffnen und können Eheringe sogar noch schneller als üblich anfertigen. Selbstverständlich müssen hier die geltenden Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden. Im Gegensatz dazu dürfen Juweliere ihre Geschäfte leider nicht öffnen, bieten dafür aber oft sehr gute Onlineberatungen an.

Brautmode / Herrenmode vs. Maßschneider

Ähnlich ist es bei Brautmode und Herrenmode. Gängige Brautmode und Herrenmode Geschäfte müssen derzeit geschlossen bleiben. Dies zum Trotz bieten einige Läden aber einen try-at-home Service an oder versuchen, mit Videos und Fotos bei der Suche nach dem perfekten Brautkleid bzw. dem perfekten Hochzeitsanzug zu unterstützen. Auch hier lohnt ein Blick auf die Webseiten oder die Social Media Kanäle, um herauszufinden, wer was anbietet. Und im Zweifelsfall immer anrufen und nachfragen.
Anders sieht es aber bei Maßmode aus, denn diese Läden fallen nicht unter die vorgeschriebenen Schließungen. Sie gehören nämlich ebenfalls zum Handwerk und dürfen unter den strengen Auflagen weiterhin arbeiten.

Regelungen für Hochzeitsdienstleister in Bayern

Martina von smartWed hat als Hochzeitsplanerin bei der Servicestelle der Bayrischen Staatsregierung angefragt, welche offiziellen Regelungen für Hochzeitsdienstleister in Bayern gelten. Ihr wurde folgendes mitgeteilt:

Aufgrund des § 12 Abs. 1 Satz 1 der 11. BayIfSMV ist auch für Dienstleister die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr untersagt. Dementsprechend stellt der Besuch von Dienstleistungsbetrieben grundsätzlich keinen triftigen Grund für das Verlassen der Wohnung dar (§ 2 Satz 2 Nr. 4 der 11. BayIfSMV). Auch Einzelberatungen nach Termin sind mit Privatkunden in Ladengeschäften nicht möglich, um Kontakte und Mobilität zur Eindämmung des Infektionsgeschehens soweit wie möglich zu minimieren. Hausbesuche von Dienstleistern sind mit Ausnahme der körpernahen Dienstleistungen zulässig. Alle Termine, die ein persönliches Zusammentreffen erfordern und die nicht notwendig sind, sollten jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Sofern möglich, sollte ersatzweise auf technische Hilfsmittel (Telefon, Internet) zurückgegriffen werden. Bei einem persönlichen Zusammentreffen sind in jedem Fall die Regeln der Hygiene (Abstandsregeln und Maskenpflicht) sowie die Kontaktbeschränkungen (1 Hausstand + Sie als Hochzeitsplanerin) zu beachten.

Servicestelle der Bayrischen Staatsregierung

Wie Ihr seht, auch in Zeiten von Corona muss die Hochzeitsplanung nicht still stehen. Natürlich ist alles jetzt anders und man muss schon flexibler sein aber das muss ja nicht immer schlecht sein, oder? Und am Ende wird, egal wie, garantiert Eure Traumhochzeit stehen. Warum wir da so sicher sind? Na, weil doch das Allerwichtigste schon lange feststeht: Eure Liebe!

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